Das Prinzip der Nachhaltigkeit wurde erstmals vor 300 Jahren in der Forstwirtschaft formuliert. Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg (Sachsen), forderte 1713, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung durch Säen und Pflanzen wieder nachwachsen konnte.

 

Nachhaltigkeit bedeutet kurz gesagt: Von dem Ertrag leben, nicht von der Substanz!

 

Die Brundtland Kommission, auch Weltkommission für Umwelt und Entwicklung genannt, gab 1987 den Anstoß für einen weltweiten Diskurs und öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit. Sie veröffentlichte 1987 den Report "Unsere gemeinsame Zukunft", in dem erstmals das Konzept der nachhaltigen Entwicklung formuliert und definiert wurde. Demnach gilt diejenige Entwicklung als nachhaltig, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, sind in dem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit Wirtschaft, Ökologie und Soziales gleichrangig und gleichgewichtig.